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BEM J11 2022 mit tollem Ergebnis

  • Steven Jentsch
  • Jugend

Am vergangenen Sonntag, den 12. Juni, richtete der BeTTV die Berliner Einzelmeisterschaft der Kinder bis max. 11 Jahre aus. Nach der langen Corona-Pause war es das erste große Verbandsturnier für die jüngste Altersklasse Berlins. 77 Kinder kämpften um die Plätze im Einzel und Doppel. Ich begleitete unsere derzeit talentiertesten C-Schüler bei dieser aufregenden Herausforderung. 

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Und die Aufregung vor und während des Wettkampfes war hoch. Aber Aleksa, Finley, Julian und Luk waren nicht nur aufgeregt, sondern vor allem bis in die Haarspitzen motiviert.

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Die GT-Halle war gefüllt mit vielen talentierten Mädchen und Jungen.

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Ein Grund für Julian, der wie Finley und Luk acht Jahre alt ist, nervös zu werden? Nene, da kann man schon mal hochseriös ins Bild schauen.

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Kurz bevor die Spiele dann losgingen, waren dann aber doch alle ein klitzekleines bisschen aufgeregt. Die Ziele für das Turnier hatten wir vorher beim Training besprochen. Erstes Turnier? Ein Spiel gewinnen? Nice, muss aber nicht. Die Gruppe schaffen wäre dann schon legendär. Sich platzieren? Plätze, was das??

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Finley startete als Erster und gewann prompt. Er spielt so unglaublich locker und ist völlig unbeeindruckt von Punktverlusten. Seine Art, durch die Halle zu schauen, erinnert ziemlich schnell an Fernandos Anfangszeit 😉

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Julian muss als Nächstes an den Tisch. Er verliert sein erstes Spiel. Das ändert aber nichts daran, dass ihm athletisch so schnell keiner was vormacht.

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Aleksa, neun Jahre alt, hatte ein bisschen Lospech und landete in einer der wenigen 3er-Gruppen. Sein erstes Spiel ging glatt verloren. Aber Aleksa hat sein persönliches Ziel - schnelle Topspins spielen - in diesem Turnier fantastisch umgesetzt. Noch weiß er es nicht, aber es wird sich später am Tag noch auszahlen.

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Während Aleksa und Finley in ihrer Spielpause gespannt zuschauen, ist Luk im ersten Satz seines ersten Spiels enorm aufgeregt. Aber schon im nächsten Satz gelingt es ihm, seine Gefühle zu steuern, und er wirkt wie verändert. 3:2 gewonnen. Was ist denn hier los…

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Bei Julians zweitem Spiel steht es 1:1 in Sätzen und 10:8 für den Gegner. Er fängt an zu weinen und kann sich kaum noch kontrollieren. Coach Stephanie hilft ihm, sich zu konzentrieren. Julian sieht vor allem seinen Wunsch, die Gruppe zu schaffen. Ich sage ihm, denk von Punkt zu Punkt und atme ruhig bis runter zum Bauchnabel. Ahja, und Spiel den Ball flach und dem Gegner miese in die Rückhand. 3:1 gewonnen! Und am Ende mit einer 2:1 Bilanz die Gruppe geschafft. Verrückt!

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Aleksa will sein zweites Spiel unbedingt gewinnen. Am Anfang ist er deshalb ein bisschen nervös. Aber neben sauberen Schupfbällen gelingen ihm vor allem sahnige Rückhandtopspins. 3:2 – Gruppe geschafft. Total Klasse!

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Fehlen nur noch Finley und Luk. Und was die beiden da abliefern, ist schon großes Kino. Gewinnen all ihre Spiele und beenden die Gruppenphase auf dem 1. Platz.

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Während Julian es nicht fassen kann, dass alle Jungs die Gruppe geschafft haben...

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... ziegt Finley was er von der SCC Leistung hält.

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Draußen holen wir uns eine kleine Verschnaufpause. Das gelbe Ding ist nicht der Vereinsbus, aber mal reinklettern ließ sich nicht vermeiden.

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Es folgen einige sehr spannende Spiele. Aber vor allem geht jetzt das Doppel-KO los. Julian und Luk müssen sich leider im ersten Spiel geschlagen geben. Stecken das aber locker weg.

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Aleksa und Finley spielen sich derweil in einen richtigen Rausch. Als Trainer hat man natürlich für ein solches Turnier immer Einschätzungen auf Lager – die man natürlich geheim hält, um Frust zu vermeiden, wenns dann doch nicht klappt. Aber das Aleksa und Finley erst im Halbfinale des Doppel-Turniers gegen die späteren Sieger ausscheiden? Damit habe ich nicht gerechnet. Unglaublich...

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Da erlaube ich mir schon mal vor dem Halbfinale den Gedanken, man bin ich stolz auf die Jungs. Die Jungs sind nach dem Spiel aber auch total stolz und zeigen ihre Platzierung. Drittbestes Doppel von Berlin. Fantastisch!

 

In der Einzelrunde schafft es Finley am weitesten und muss sich erst im Viertelfinale geschlagen geben. Er kann wie Julian und Luk, noch zwei weitere Jahre an dieser BEM teilnehmen.

Ich bin total stolz auf die Jungs. Das alle vier die Gruppe schaffen, habe ich nicht erwartet und zeigt wie motiviert und konzentriert unsere jüngsten Nachwuchstalente bereits dabei sind. Vor allem aber, dass sie schon eine Menge gelernt haben.

Am Ende war es ein fantastischer Tag mit glücklichen SCC Kindern. Enttäuschend war nur, dass der Verband keine Medaillen für die Drittplatzierten im Doppel vorgesehen hat. Ob es eine Urkunde gibt, wusste man auch nicht so genau. Diese eher kleinen und wirklich nicht kostenintensiven Gesten können für Kinder in diesem Alter so viel bewegen und bedeuten. Nach Acht Stunden Turnier Dritter werden ohne verdiente Medaille? Määhh!

 

Am 18. Juni geht es weiter. Dort werden unsere besten B-Schüler bei der BEM J13 antreten. Und es dürfte interessant werden oder zumindest mal ein bisschen dauern. Es haben sich über 130 Kinder angemeldet.

SCC OLÉ

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